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Die Fotografien zeigen die Gesichter
von Schülerinnen und Schülern im "liegenden" Profil.
Diese Aufnahmen ermöglichen die Assoziation "Gesicht und
Landschaft".
Die Profile werden auf digitalem Wege freigestellt (hier z.B. mit
Microsoft PhotoDraw) und in ihrer Helligkeit, Farbe und Größe
spielerisch variiert. Einer weiten, bergigen Landschaft vergleichbar
ordnen die Schüler ihre Profile hintereinander an. Dabei werden
die Profile so gestaffelt, dass sie nach hinten immer heller und
kleiner werden. Dies entspricht dem Natureindruck, den man gewinnen
kann, wenn man auf einer Anhöhe steht und weit in ein bergiges
Land blicken kann. |
dingehabeneingesicht.ppt

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Fotografien von Francois und Jean Robert
sind Ausgangspunkt für die folgende Unterrichtseinheit. Schüler
begeben sich nach der Begegnung mit den Fotografien von Francois
und Jean Robert mit einer digitalen Kamera auf die Suche nach Gesichtern
in der Alltagswelt. Sie bearbeiten und verändern ihre Fotografien
mit einem Bildbearbeitungsprogramm.
Die Suche nach den Gesichtern wird zu Sehschule. Hat man das Gesicht
in einem Gegenstand einmal gesehen, lässt sich dieser Vorgang
nur schwer umkehren. Das Gesicht bleibt.
"Autodesigner haben das Phänomen längst erkannt
und wenden es ganz bewusst an: Autos haben ein Gesicht. Klassische
Sportwagen schauen aus schmalen Schlitzaugen und fletschen die
Zähne über einen breiten Kühlergrill. Brave Familienkutschen öffnen
freundliche, runde Glubschaugen und blasen mit runden Kotflügeln
die Backen auf.
Auch andere Dinge unserer Alltagswelt schauen uns mit großen
Augen an, bewusst und unbewusst. Solche Dinge sammeln seit Jahren
die Schweizer Brüder Francois und Jean Robert: Steckdosen
und Fotoapparate, Zangen und Scheren, Briefkuverts und Küchengeräte.
.... Wer hat es nicht schon einmal erlebt - das flüchtige
Erkennen von Gesichtern in Wolkengebilden, Baumwurzeln oder Steinformationen.
... Das Entdecken der Gesichter ist ein Spiel, das zur Sucht werden
kann. Plötzlich bekommt unsere Umgebung Gesichter, der Gang
durch die Geräteabteilung im Baumarkt wird zur Entdeckungsreise,
Gullydeckel und Staubsauger machen große Augen und im Rückspiegel
tauchen immer neue Autogesichter auf. Nach der Sehschule von Francois
und Jean Robert ist man reif für diese Entdeckungsreise. ..."
"form follows emotion" (Hartmut Esslinger)
Design sucht den Kunden, nimmt in Bruchteilen von Sekunden Kontakt
auf zum Menschen. Der Gang durch die Regale der Supermärkte
erfordert eine Vielzahl von bewusster, aber vor allem auch unbewusster
Entscheidungen. Viele davon werden spontan aus dem Gefühl
heraus getroffen. Danach wird die funktionale Ästhetik von
Gegenständen um den Bereich der Emotionen erweitert. Leblose
Dinge bekommen ein Gesicht, weil sie uns ansprechen sollen. Und
plötzlich - nach dem Schema "Punkt, Punkt, Komma, Strich" -
können auf einem Radio zwei Knöpfe und zwei Schalthebel,
nüchtern funktional angeordnet, als Gesicht wahrgenommen
werden. Die dadurch ausgelösten Gefühlsreaktionen animieren
zum Kauf. Sehen ist demnach viel weniger spontan und frei, als
vielmehr geprägt von Erfahrungen und Erlerntem."
Quelle: Ulrich Heiß, Susanne Flesche, kunsthaus kaufbeuren |