Jedes Kind erkundet am Computer die bunte Welt von "Paint". Kleine Zeichnungen mit der Maus in Daumenkinos zu verwandeln, ist genauso kinderleicht. Meine siebten Klassen haben mit großer Freude mit dem Animationsmodul von Corel Photopaint kleine Filmchen gezeichnet. Im ersten Teil wurden sie motiviert durch die Vorstellung eines Werbeclips der besonderen Art. Dinge sollten beworben werden, die es nicht gibt, Sinn und Zweckloses sollte mit der Logik der Werbesprache präsentiert werden.
Variante (1): Das erwähnte Animationsmodul von Corel Photopaint macht es besonders einfach von einem Bild zum nächsten eine Zeichnung "wachsen" zu lassen. In wenigen Minuten sind die Zeichenwerkzeuge und die Bedienung des Films erklärt und die Arbeit kann beginnen. Zu einer frühen Version dieses Moduls finden Sie hier ein Tutorial
Es lassen sich viele der Effekte und Filter von Corel Photopaint einsetzen. Allerdings ist es nicht möglich Objekte zu verschieben, sodaß neue Bilder durch weiterzeichnen und ausradieren erzeugt werden müssen.
Variante (2): Erstellen sie ein Bild mit einer beliebigen Bildbearbeitung und speichern Sie das Bild nach jeder kleinen Modifikation neu. Die entstandene Bildserie sollte fortlaufend nummeriert sein und kann dann in einem beliebigen gif animator zu einem Film zusammengefügt werden. Fast alle Grafikpakete enthalten Animationsmodule. Die Filme lassen sich als animated gif ,als Video, oft auch als Flash-Datei speichern. diese Art der Einzelanimation mit Zeichenwerkzeugen läßt sich natürlich auch mit Flash realisieren und ist auch hier bereits mit den Kleinen auf einfache Weise möglich. Auch in Vertretungsstunden ist es mir gelungen einen kleine Film zu "zaubern".
Im Internet veröffentlichen: Die hier gezeigten Filme wurden aus Corel als avi-datei exportiert. Mit dem Windows Media Encoder 9 (gibt es umsonst bei Microsoft) habe ich diese Dateien ins Video-Format wmv umgewandelt (Qualität vhs, 259 kbits, 320x240 px). Auf der Website finden sich kleine Vorschaubildchen die mit den wmv-Dateinen verlinkt sind.
Zeichnen mit der Maus: Die ersten Filme zeigten die gezeichneten Dinge nur wenig deutlich. Mehr Erfolg stellte sich ein, wenn zunächst mit feinsten Linien die Konturen aller Dinge gezeichnet wurden. Das direkte Zeichnen eines Arms mit einem breiten Pinselstrich ist ungenau und unbefriedigend. Desto mehr Einzelheiten, Binnenstrukturen dargstellt wurden (feiner Pinsel) desto erfreulicher wurden die Ergebnisse. |