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weihnachtswahn.ppt |
Bereits im August stapelweise Lebkuchen
in den Supermarktregalen?
Im vorliegenden Unterrichtsvorschlag sollen Schüler einerseits
sensibilisiert werden für den fortschreitenden Verfall der (Weihnachts-)Kultur,
gleichzeitig ist jedoch beabsichtigt, die allgegenwärtige Ästhetik
von Kitsch und Trash aufzuzeigen und mit einem Augenzwinkern in einen
neuen Zusammenhang zu stellen.
Als Ausgangspunkt werden zunächst grundsätzliche Gestaltungs-
und Kompositionsprinzipien am Beispiel eines barocken Vanitasstilllebens
von Pieter Claesz (1625) erarbeitet. Die Schüler erkennen den
strengen Bildaufbau, definieren die verschiedenen Bildgründe
und bestimmen die Schwerpunkte in der Komposition. Die Position
der Objekte im (Bild-)Raum sind hierbei besonders zu berücksichtigen:
Wie wird eine räumliche Wirkung auf dem flachen Medium erzielt?
Je nach Klassenstufe ist es anschließend durchaus sinnvoll,
auch auf den symbolhaften Charakter der dargestellten Gegenstände
hinzuweisen und diesen in Bezug zum historischen Hintergrund zu
setzen. Mit etwas Geschick ist die Brücke zur Moderne aus der
„Carpe diem – Memento mori“-Epoche zu schlagen.
Wo finden sich heute Hinweise auf eine fatalistische Lebenseinstellung,
was sind die Gründe dafür?
Ausgerüstet mit theoretischen Kenntnissen machen sich die
Schüler nun auf, Zutaten zum Thema „Weihnachtswahnitas“
zusammenzutragen. Zum Einsatz kommen digitale Fotografien, Zeitschriftenschnipsel,
eingescannte Gegenstände u.v.m.
Je nach Ausstattung werden die Versatzstücke digital weiter
bearbeitet, d.h. im Bildbearbeitungsprogramm freigestellt und überarbeitet,
um anschließend zu einer neuen Komposition zusammengefügt
zu werden. Schwierigkeiten, die sich hier ergeben (Größenverteilung,
unterschiedliche Perspektive, uneinheitliche Beleuchtung,...) bieten
Stoff für die Werkbetrachtung und die Beurteilung eigener Arbeiten.
Eine Alternative zur Arbeit am PC kann die Transformation in Kopien
o.Ä. sein, die in Kombination mit anderen Ausschnitten von
den Schülern als Collage verwirklicht werden kann.
Selbstredend lässt sich der Themenkreis „Weihnachten“
beliebig ersetzten, einen Blick auf eine Komposition mit Wohlstandsmüll
kann man sich ebenso vorstellen wie eine Nature morte aus Schrottautos.
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