| Magazin - Text+Bild, Juli 2007 | |
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„Nicht aus ästhetischen sondern aus ideologischen Gründen lehnte man in der Nachkriegszeit im Westen jegliche Form der gegenständlichen Malerei ab. In der vorschnellen Abwehrreaktion setzte man jede Form der gegenständlichen Darstellung mit der NS-Kunst und dem "Sozialistischen Realismus" gleich, der im Ostblock "verordnet" wurde. Die abstrakte Malerei hingegen ... ... erschien wegen ihrer unverbindlichen und
ideologiefreien Bildersprache als einzig mögliche, dem "freien Westen",
angemessene Kunst und so wurde die abstrakte Malerei in den 50er Jahren zum eindeutig
dominanten Stil der westlichen Kunstszene. Die "Weltsprache Abstraktion" wird
gern als Kunst des Neubeginns bezeichnet, wenn auch ihre Wurzeln unübersehbar
in der Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts liegen.“ Unter abstrakter Malerei versteht man die Kunst, die keine Erinnerung hervorruft und keinen Hinweis auf die sichtbare Wirklichkeit enthält; die Malerei löst sich vom Gegenständlichen und gibt damit die Realität auf; „Wie im Gegenständlichen geht es auch im Abstrakten um Kräfte
und Gegenkräfte, um Harmonien und Disharmonien - nur mit dem Unterschied,
dass Sie sich hier ganz auf Linien, Formen und Farben konzentrieren, die für
sich selbst sprechen und nicht auf Gegenstände bezogen sind. „ Damit stellt sich die Frage: Aus den Augen, aus dem Sinn und folglich was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß? Konrad Farner veröffentlicht 1960 sein Essay „Der Aufstand der Abstrakt-Konkreten“. Lesenswert für jeden, der sich über Positionen zu der Frage: “Gegenständlichkeit oder Abstraktion?“ informieren will, um z.B. entscheiden zu können, ob die ducumenta 12 eher der Gegeständlichkeit oder dem Geistigen nah steht. Auszüge lesen
aus Ivan Dusank |
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